Gewinner ist der Campingplatz Am Hohen Hagen

Minister Lies zeichnet Preisträger im Nachhaltigkeitswettbewerb „Tourismus mit Zukunft!“ 2016 aus Der Campingplatz „Am Hohen Hagen“ in Dransfeld (LK Göttingen), die Gemeinde Uelsen (LK Grafschaft Bentheim) und die Inselgemeinde/Kurverwaltung Juist sind die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs für nachhaltigen Tourismus im Reiseland Niedersachsen „Tourismus mit Zukunft!“. Der Sonderpreis „Klimafreundlicher Tourismus“ ging an den Erlebnis- und Abenteuerhof Borstel bei Neustadt am Rübenberge. Wirtschaftsminister Olaf Lies zeichnete heute in Hannover die vier Preisträger für ihre Projektideen im Bereich des nachhaltigen Tourismus mit einem Preisgeld von insgesamt 90.000 Euro aus. Wirtschaftsminister Olaf Lies sagte: „Das Thema nachhaltiger Tourismus, sanfter Tourismus erfreut sich wachsender Beliebtheit. Immer mehr Urlauberinnen und Urlauber suchen ressourcenschonende Angebote und wollen ihren Aufenthalt nachhaltig gestalten. Um dies zu ermöglichen, müssen die touristischen Akteure entsprechende Angebote entwickeln. Genau hierauf zielt der Wettbewerb „Tourismus mit Zukunft!“ ab: Ausgezeichnet werden Urlaubskonzepte, die Ökologie und Ökonomie in Einklang bringen und soziale Aspekte des Tourismus berücksichtigen. Ziel ist es letztendlich, Niedersachsen als eine bedeutende nachhaltige Tourismusdestination zu positionieren und weiterzuentwickeln. Die heute ausgezeichneten Projektideen sind Beispiele dafür, wie dies gelingen kann.“ Der Campingplatz „Am Hohen Hagen“ überzeugte die Jury mit seinem barrierefreien umweltschonenden Konzept „Urlaub trotz Handicap“. Die Gemeinde Uelsen punktete mit dem Projekt „guq: Geschichtspark Uelser Quellen“ und plant einen Erlebnispfad, der historische und ökologische Aspekte verbindet. Die Inselgemeinde/Kulturverwaltung Juist erhielt den Nachhaltigkeitspreis für die Projektidee „Juist unplugged“, die eine Fahrradtour entlang verschiedener Erlebnisstationen zu den Themen Ökologie, Ökonomie und Soziales vorsieht. Der Erlebnis- und Abenteuerhof Borstel wurde für die Idee ausgezeichnet, besonders umwelt- und klimaschonende Übernachtungsangebote für Urlauberinnen und Urlauber zu schaffen. Das Preisgeld soll zur Umsetzung der Projekte eingesetzt werden. Insgesamt waren 16 Ideen für nachhaltige Tourismuskonzepte bei der Jury eingegangen. Der Wettbewerb ist vom Wirtschaftsministerium und der TourismusMarketing Niedersachsen GmbH (TMN) entwickelt und initiiert worden. Der Preis wurde zum zweiten Mal vergeben. In 2017 ist eine dritte und vorerst letzte Runde des Wettbewerbs geplant. Weitere Informationen zum Preis für Nachhaltigkeit und Fotos zum Download finden Sie hier: http://www.tourismuspartner-niedersachsen.de/preis-fuer-nachhaltigkeit Die Gewinnerprojekte im Einzelnen: • Campingplatz „Am Hohen Hagen“, Dransfeld: Der Campingplatz „Am Hohen Hagen“ engagiert sich bereits stark für Barrierefreiheit. Das eingereichte Nachhaltigkeitsprojekt soll noch weitgehender einen „Urlaub trotz Handicap“ ermöglichen und fügt sich sehr gut in den bisherigen Campingbetrieb ein: Umweltschonend ausgestattete und betriebene Mobilheime sowie ein Rundum-Service für Menschen mit Handicap sollen das bestehende Angebot ergänzen. Das Projekt stellt durch die Kombination von Barrierefreiheit und Umweltschutz im Campingbereich sowie dank einer beispielhaften Vernetzung in der Region ein Vorbild für andere Campingplätze dar. • Gemeinde Uelsen: Mit dem Projekt „guq: Geschichtspark Uelser Quellen“ plant die Gemeinde Uelsen ein neues Angebot für Besucher in Form eines kulturhistorischen Erlebnispfads. Gebäude und Orte mit historischer Bedeutung entlang des drei Kilometer langen Pfades sollen zu Erlebnisstationen umgebaut werden. In das Projekt sollen Maßnahmen zur Biotopvernetzung, zur Erhaltung und Wiederherstellung von naturnahen Gewässern sowie zum Gewässerschutz integriert werden. Das Projekt zeichnet sich durch die erfolgreiche Verknüpfung von touristischer Produktentwicklung mit aktivem Naturschutz und Umweltbildung sowie das große Netzwerk der beteiligten Partner aus. • Inselgemeinde/Kurverwaltung Juist: „Juist unplugged“ ist eine Fahrradtour, die an verschiedenen Erlebnisstationen zu den Themen Ökologie, Ökonomie und Soziales entlangführt, und mit der den Gästen die vielfältigen Aktivitäten der Insel Juist im Bereich der Nachhaltigkeit vorgestellt werden sollen. Das Projekt fügt sich nahtlos in die seit Jahren betriebene Strategie „Klimainsel Juist“ ein. Vorbildhaft ist, dass hier Nachhaltigkeitsaktivitäten zu einem Teil des touristischen Angebots und für Besucher emotional erlebbar gemacht werden. • Erlebnis- und Abenteuerhof Borstel Der Sonderpreis „Klimafreundlicher Tourismus“ ging an den Erlebnis- und Abenteuerhof Borstel. Dieser plant insbesondere die Errichtung von drei Blockhütten und zwei Tipis, deren Bau und Betrieb sehr klimaschonend erfolgen sollen: Die neuen Übernachtungsmöglichkeiten sollen über Windgeneratoren und Solarzellen in Kombination mit einem Speicher autark mit Strom versorgt werden. Baumaterial und Innenausstattung werden aus Naturstoffen und wiederverwertbar sein, Sanitäranlagen sollen über eine Regenwasseranlage betrieben werden, die Beheizung über Holz erfolgen. Das Projekt stellt eine sinnvolle Erweiterung des Angebots dar, da es neben Tagesausflügen auch Mehrtages-Aufenthalte auf dem Erlebnishof ermöglichen wird. Als Vorzeigebetrieb macht der Hof mit den neuen Maßnahmen vor, dass Klimaschutz und Nachhaltigkeit machbar und lohnenswert sind. Pressemitteilung des Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr